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Salzburger Nachrichten: „Verteidigungsmonitor zeigt Mängel bei Verteidigungsfähigkeit“

Bericht in den Salzburger Nachrichten (APA) · 21. Oktober 2026

„Ein neuer Verteidigungs-Thinktank zeigt kurz vor dem Nationalfeiertag Mängel bei der Verteidigungsfähigkeit Österreichs auf.“ So beginnt die APA-Meldung zum Austrian Defence Monitor, die unter anderem in den Salzburger Nachrichten und auf VOL.AT erschien.

Gemäß dem Monitor wird bei 14 von 23 untersuchten Indikatoren „nicht einmal das Mindestziel erreicht“, nur drei schaffen das Optimum. Die Meldung erklärt auch die Methode: Die Mindest- und Optimalwerte orientieren sich am Aufbauplan des Bundesheers, an österreichischen Zielsetzungen und am Vergleich mit ähnlichen Staaten und internationalen Vorreitern.

Die Ergebnisse laut APA

Am deutlichsten ist der Rückstand im militärischen Bereich: Nur bei zwei von zehn Indikatoren wird das Mindestziel erreicht – bei den Kampfpanzern und den rund 11.000 binnen 48 Stunden einsatzbereiten Soldaten. Es fehlen bodengestützte Luftverteidigung mittlerer und großer Reichweite, bewaffnete Drohnen und Raketenartillerie; statt mindestens 36 stehen nur 15 Kampfflugzeuge zur Verfügung, die Mobilmachungsstärke liegt bei rund 55.000 statt mindestens 75.000. Das Verteidigungsbudget von 1,2 Prozent des BIP sollte bis 2032 zumindest wie im Aufbauplan vorgesehen auf 2 Prozent steigen.

In der zivilen Landesverteidigung gibt es Schutzraumplätze für nur rund fünf Prozent der Bevölkerung (Mindestziel: 70 Prozent), und nur die Hälfte der Haushalte hat einen Lebensmittelvorrat für den Krisenfall (angestrebt: mindestens drei Viertel). Positiv fallen die rund 320.000 aktiven Katastrophenschutzkräfte auf – deutlich über dem Optimum von 200.000.

Die beste Bilanz zeigt die wirtschaftliche Landesverteidigung: Die strategische Gasreserve erreicht das Optimum, Treibstoffreserve und Streuung kritischer Importe erfüllen die Mindestziele; knapp darunter liegen die gesichert verfügbare heimische Stromerzeugung und die Abhängigkeit bei Halbleitern aus China, Hongkong und Taiwan. Bei der geistigen Landesverteidigung zeigt sich ein gespaltenes Bild: hohe Zustimmung zu Bundesheer und Demokratie, Mängel bei der Zufriedenheit mit dem politischen System und der Bereitschaft zur bewaffneten Verteidigung.

Alle 23 Indikatoren mit Zahlen, Zielen und Quellen finden Sie im Austrian Defence Monitor.

Quelle: Salzburger Nachrichten, 21. Oktober 2026, 13:29 Uhr, Ressort Innenpolitik (APA). Zum Originalartikel: sn.at. Ebenfalls erschienen auf VOL.AT.

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